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Warum für mich vegane Rohkost das neue Kochen ist …

Na ja, bei mir vielleicht nicht ganz, da ich noch nie wirklich gut kochen konnte. Außer Nudeln mit Tomatensoße und Tomatensoße mit Nudeln. Da brauche ich nur meine 31-jährige Tochter fragen. Bei dem Spruch “Essen wie bei Muttern” kommt sie bis heute vor Lachen kaum in den Schlaf …

Und sie ist ja trotzdem groß geworden. Sehr sogar. <3
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Oder doch nicht?? 🙂
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Immer wieder werde ich in der letzten Zeit gefragt, warum vegan und dann auch noch roh.
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Warum?
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Na, weil bei mir dann nichts mehr anbrennen kann. Herd geht nicht mehr und Kühlschrank weg.
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Durch meine Küche weht ein kühler Wind. Hochleistungsmixer und Slow Juicer. Reicht.
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Meine beiden Vorratsfächer sind übersichtlich.
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Vergleiche ich den Menschen mit dem Millieu, in dem er lebt, werde ich heute nachdenklich.

Auf der Erde leben eine Million unterschiedlicher Arten – abzüglich einer – die nichts mit Krankenhäusern, Zahnärzten, Pflege, Medikamenten, Krebs, Depression u.s.w. am Hut haben und, von Ausnahmen abgesehen, bis zu dem von Mutter Natur bestimmten Ende bei guter Gesundheit bleiben.

Und dann gibt’s da eine Art, die anders is(s)t: wir Menschen.

Das wir heute alle älter werden hat ja nichts damit zu tun, WIE wir älter werden und für WEN!!

WIE? Immer früher immer kränker.

Für WEN? Für die Pharmaindustrie. Die nichts mit der Gesundheit der Menschen zu hat, aber zumindest dazu beiträgt, immense Reichtümer anzuhäufen.

Wir machen uns selbst zum Rohstoff. Wie unbeschreiblich selbstlos. Durch schlechtes Essen und Übermedikation. Und Gehorsam gegenüber dem weißen Kittel.

Zurück zu mir.

Ich stelle mir gerade den Löwen am Grill vor. Oder den Elefanten am Herd. Oh mein Gott …

Also, warum ernähre ich mich fast ausschließlich ROHVEGAN?
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1. Wie ein neues Leben
Ich habe mit Rohkost das Gefühl, seelisch stabiler zu sein, wenn es mal wieder (und das ist es öfter) unruhig wird. Mein Leben an Seegang zunimmt. Mein ganzes Leben hat sich verändert. Und die Sicht auf die Dinge, die mir wirklich wichtig sind.
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2. Leistungsfähigkeit2. Leistungsfähigkeit
Mein Energielevel ist deutlich gestiegen. Ich fühlte mich vorher viel öfter müde und ausgelaugt. Ich bin seit meiner rohveganen Umstellung wieder 2 Marathon gelaufen. Mir reichen im Schnitt 6 Stunden Schlaf.
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3. Leben in Diäten
Mein Denken und Leben in Diäten ist vorbei. Das ist ein unfassbar befreiendes Gefühl. Auch das war mal anders.
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2003 - Kurz vor meinem Erwachen!!

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 4. Glücksempfinden
Es gibt immer mal wieder Momente (nicht ständig) in denen mich ein Gefühl von Wärme und Dankbarkeit erfasst. Ich spüre dann sehr intensiv, dass ich das Richtige tue. So eine Art Flow und Leichtigkeit erfüllt mich. Das kannte ich vorher nicht. Je reiner die Rohkost, desto öfter empfinde ich genau so.
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5. Mein Horizont erweitert sich
Ich sehe die Welt mit anderen Augen, als noch in den ersten 45 Jahren meines Lebens. Umso mehr ich auf diesem Weg bin, umso mehr verändert sich mein Leben. Und ich begegne Menschen, die ich sonst nie getroffen hätte. Dabei denke ich voller Dankbarkeit an Antje und Ronny von www.einfachanfangen.net. Und an Jen Fuchs vom www.happy-healthy-raw.de.
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6. Wachheit
Verzichte ich auf gekochte Nahrung und auf Weizen, kann ich eine Wachheit und Klarheit im Geist empfinden, die mich schon fast erschreckt. Das Gefühl des “benebelt” seins ist weg. Das erkannte ich aber erst, als ich den Unterschied gespürt habe. Damit veränderten sich auch meine Prioritäten im Leben. Ich bin sehr viel BEWUSSTER. Auch in der Begegnung zu mir und zu anderen Menschen. Was nicht immer angenehm war und ist. Das gelang mir vorher seltener bis gar nicht.
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7. Gelassenheit
Meine Grundstimmung ist deutlich positiver. Ich bin vorher zwar nicht durch Tobsuchtsanfälle aufgefallen, aber die häufiger gelassene Grundstimmung ist bewerkenswert. In Zeiten hohen Seeganges (ich liebe das Bild des Schiffes) gelingt es mir besser, ruhiger zu bleiben. Vertrauen zu haben, dass es gut ist, wie es ist.
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8. Schmerzen, Verdauung und Sonne
Je reiner meine Rohkost ist, desto weniger habe ich schmerzhafte Empfindungen. Das merke ich im Knie (Operation Kreuzbänder und Meniskus 2006), im Kopf, am Rücken und auch in den Gelenken. Das kenne ich alles anders. Meine Regenerationszeit ist deutlich kürzer. Und ich bekomme keinen Sonnenbrand – ohne Sonnencreme (die sind auch noch alle toxisch). Selbst nicht in der Mittagssonne.
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Und ich bin nach 14 Jahren nicht mehr abhängig von Nasenspray.
Und ich habe keine Verdauungsprobleme mehr. Da ist Ruhe eingekehrt. Auch das war mal anders.
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9. Heißhunger lässt nach
Ich habe deutlich weniger Heißhunger. Solche Zustände treten auf, wenn der Körper unterversorgt ist. Wir sind zwar satt aber unterversorgt. Nährstoffe fehlen. Essen wird zum Ersatz. Nicht das Essen tut uns gut, sondern die emotionale Entlastung, die wir dadurch erfahren … Darüber kann ich ganze Bücher schreiben.
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All das sind meine eigenen Erfahrungen.
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Wie ich zur Rohkost gekommen bin?
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Seit Anfang 2010 lebe ich vegan. Und dann …
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… begegnete ich im März 2014 einem/DEM Mann. Er inspirierte mich, da er mich emotionale berührte und immer noch berührt. Auf allen Ebenen.
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Nur so geht’s. Ohne Bücher oder Ratgeber.
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Wenn ich die Fürsorge für mich übernehme, muss es das emotionale Essen nicht mehr sein.
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Wir sind gefordert, Selbstverantwortung zu übernehmen. Und Rohkost allein macht nicht glücklich. Hilft aber ungemein wieder Herr oder Frau im eigenen Haus zu werden.
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Es gibt keine absolute Wahrheit. Ich entscheide in jedem Moment, was sich stimmig und gut für mich anfühlt.
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Lebendig und echt.
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 Aus vollem Herzen.
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5 Kommentare

  1. Pingback: Warum 30 Jahre älter mal kein Grund für nix ist ... - rawrebel.de

  2. Liebe Astrid, ich stimme dir in deinen Punkten zu – auch wenn ich mich nicht roh-vegan sondern einfach vegan ernähre … Mir geht es genauso! Und es ist toll! Ich beglückwünsche uns zu unserem Weg …
    Alles Liebe, herzlich Monica/momo

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    • Liebe Monica,
      “einfach vegan” – das ist ja mal ein cooler Slogan. Eine schönes Statement. Gefällt mir sehr.
      Zu fühlen, dass es der richtige Weg ist, dass ist schon sehr besonders. Finde ich.
      Vielen Dank für Deine Worte.
      Astrid <3

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  3. Wie schön und ehrlich geschrieben. Und wie wahr Rohkost allein macht auch nicht glücklich….aber sie hat mich zu mir selbst geführt und mir ein Aha-Erlebnis eröffnet welches ich so vorher nie kannte! Und dafür bin ich dankbar.

    Und in guten und in schlechten Zeiten, die Rohkost bleibt ein großer Teil meines Lebens.

    Schön das ich dich kennen lernen durfte

    Ich drücke dich, Jen

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    • Liebe Jen,
      durch Rohkost siehst du die Welt mit anderen Augen. Klarer, was auch anstregend ist. 😉
      Ja, das finde ich auch. Und es ist ein gutes Gefühl nicht allein im Teich zu schwimmen.
      Herzlichst <3
      Astrid

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