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Warum mein Leben einfacher war, als ich Jungs noch doof fanden …

Ich komme aus einer Familie, bei der es oft so harmonisch zuging, wie zwischen Römern und Galliern. Aber offenbar verhält es sich bei meinen Erfahrungen ähnlich wie mit den Warnhinweisen auf Zigarettenpackungen:

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Mein Kind! 🙂

Sie werden gewissenhaft ignoriert. Sie gelten nur für andere Menschen. Die eigene Lunge wird sich prächtig mit dem Nikotin verstehen, so wie mein eigenes Kind sich nie schreiend im Supermarkt auf den Boden geworfen hat und mein eigener Mann nie zu einem langweiligen Kerl mit Bauch mutiert ist.

Ich habe viel Freude an solcher Unlogik. Zumal ich früher dachte, in meinem jetzigen Alter wüssten alle Bescheid. Heute weiß ich: Ich habe zwar mehr Erfahrung als mit Mitte 20, aber von Ahnung immer noch verdammt wenig.

Meine Generation ist mit der Kelly Family großgeworden, die eindrucksvoll bewiesen hat, dass auch eine vermeintlich intakte Familie auf lange Sicht meist so auseinanderfällt, wie eine alte Lederhandtasche.

Okay, nun bin ich eben auch nicht mehr sooo jung.

  • Ich weiß schon länger, was Knitterfalten sind. Die bleiben und nicht vom Kopfkisssen kommen.
    Wie schade eigentlich.
  • Menschen unter 35 siezen mich und alle über 50 sagen: “In unserem Alter …”Beides klingt nach Kontaktabbruch.
  • Ich bin zu alt für Ben Paul von Anti-Uni.
  • Ich fahre an Plakaten für kommende Konzerte vorbei und habe von der Hälfte der Bands noch nichts gehört.
  • Wenn ich gewusst hätte, dass die Jugend so kurz ist und die Cellulitis so schnell, hätte ich meine Fehler früher gemacht und nur Miniröcke getragen.

Und jetzt kommt’s:

Meine beste Freundin hat sich nach über neun Jahren verliebt. Sie ist kaum wieder zu erkennen. Wundervoll zu sehen, was Männer “anrichten” können.

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Der schönste und wichtigste Mann! <3

Meine sehr liebe Freundin Anna ist glücklich das erste Mal schwanger. Meine liebe Jana bekommt ihr zweites Kind von dem zweitschönsten Mann der Welt (der schönste Mann ist unangefochten mein Enkel). Meine Tochter erwartet im Dezember ihr zweites Kind.

UND: Meine 78-jährige Mutter hat im Pflegeheim einen weit über 80-jährigen Freund, der das Funkeln in den Augen nie verloren hat. Er heißt Willi und meine Mutter ist überglücklich. Ja, wie verwandelt.

Um es jetzt nochmal schriftlich festzuhalten: ICH habe nichts gegen Männer.

Immanuel Kant sagte einmal, das es niemals zu spät ist, vernünftig und weise zu werden. Nur warum gelingt mir das nicht. Das mit dem vernünftig und weise werden. Und wer sagt, dass mir immer die Sonne aus dem A**** scheinen muss. Da hilft auch keine vegane Rohkost.

Ich erlebe eine – nein DIE – emotionale Achterbahn, wenn ich nur einen einzigen Namen auf meinem Mobiltelefon lese. ***JOHANNES***

Und ich liebe alle meine Tattoos, die dem Ausdruck verleihen, was mich in meinem Leben bewegt. Immer wieder. Bitte Amor, gib mir Deinen Pfeil, ich mach den Scheiß lieber selbst – ich will auch immer artig sein.

Ich bin glücklich an mein Leben vergeben. Das ist schön. Bildschirmfoto 2015-10-18 um 20.50.46

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    • … schön beschrieben. Die mögliche Aussicht nach der letzten Kurve. Mal habe ich das Gefühl, das könnte gelingen. Und dann bin ich länger im Boxenstop und mein Mechaniker braucht wieder einen halben Tag, um mich für die schwierige Zielkurve fit zu machen … 🙂
      Danke, lieber Sebastian. Bis bald!

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  11. Hallo Astrid,

    das nenne ich mal einen gelungenen Text! Wirklich super geil geschrieben und für mich gerade echt super zu lesen. Ich glaube solche Gedanken mal aufzuschreiben, sollte jeder mal machen, um vielleicht spätestens dann mal auf den Trichter zu kommen, worauf es im Leben ankommt und was einem wichtig ist.

    Liebe Grüße Kerstin

    Antworten

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