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Warum ich meine Selbstüberschätzung liebe …

Und ist es vielleicht gerade diese, die mich wachsen lässt?  Mich zu neuen Möglichkeiten bringt. Davon bin ich zu tiefst überzeugt.

Wo wäre ich heute, wenn ich immer wieder mit dem Mantel der Vorsicht und des Abwartens – aus Angst vor der Veränderung – in meinem Leben bisher und vor allem in den letzten Jahren unterwegs gewesen wäre? Nicht hier. Zumindest und mit Sicherheit nicht in dem Gefühl, dass ich zu fast allem in der Lage bin. Auch und vor allem, wenn es mal wieder stürmich ist.

In dieser Woche habe ich bisher über 8.000 m Schwimmen im Körper. Über 2 kg weniger an körperlichem Ballast als noch vor einer Woche. Und ich bin wieder Menschen begegnet, die mich inspirieren. Mich beflügeln. Und mich einladen, an mich zu glauben. Obwohl es mir an Selbstbewusstsein meist wirklich nicht mangelt.

Heute morgen bin ich bei 14 Grad Luft, Dauerregen und weniger als 20 Grad Grad Wassertemperatur ins Wasser gegangen. Schwimmen ist für mich wie Meditation. Nur naß. Die Gedanken überschlagen sich und dürfen sich dann langsam neu sortieren. Das gelingt mir fast nur im Wasser. Keine Ablenkung. Ich bin nur mir selbst ausgesetzt. Und muss und darf das aushalten. Nach 2.500 m fühlte ich mich erfrischt. Im wahrsten Sinn. Ich konnte bis kurz vor Schluß meine Körpertemperatur halten.

Und dann dachte ich, da geht noch was.

Und bin gleich danach zum Plasma spenden. Blutdruck, Ruhepuls (51), Eisen – alles fein.
Danach merkte ich langsam meinen Körper und eine wohltuende Erschöpfung der körperlichen (Über)Forderung. Ich bin so dankbar für dieses Gefühl. Es erdet mich und bringt mich in die Demut. Den Mut über mich selbst hinauszuwachsen, denn ich kann doch vorher nie wissen, wo genau 100 Prozent sind, wenn ich nicht diesen einen Schritt weiter gehe.

Und doch liebe ich Menschen, die mich bremsen. Das kann ich selbst mal gar nicht. Und im Wegschauen bin ich besonders gut.

Danke Jürgen für unseren Austausch in dieser Woche. Wenn ich laut denke, Du zuhörst und mich anschließend gerade rückst. Ich liebe es. Ich bin sehr froh, dass Du in meinem Leben bist. Nicht auszudenken, wenn ich im Teich mit mir allein unterwegs wäre.

Danke Piet, dass Du nicht lange fackelst, und mir Entscheidungen abnimmst. Du machst so vieles möglich.

Danke Ben für die unglaublichen Bilder und Emotionen von dem Tag Deines Lebens, als Du die Ziellinie des Ironman European Championship Frankfurt am 09.07. 2017 überschritten hast. Und Du für mich unfassbares geleistet hat. Du bist großartig.

Morgen ist Freiwassertraining mit Kathi im Trebuser See. Kathis Lieblingspfütze und die Pfütze meiner Kindheit. Kurz vor Polen. 😉 Einen Entschuldigungszettel wollte sie mir heute nicht schreiben. Leise hatte ich angefragt. Keine Chance.

Freiwasserschwimmen – meine große Aufgabe.
Und es ist ein Irrglaube, man müsse sich nur seinen Stärken zuwenden, um sich weiter zu entwickeln.

Mich meinen Schwächen zuzuwenden und mich meinen Ängsten zu stellen, dass ist der einzige Weg, mir irgendwann im Inneren meiner Burg selbst zu begegnen. Und dazu muss ich immer wieder durch den Burggraben schwimmen. Manchmal schlammig und am Ende doch klar.

Dann klappt es auch im nächsten Jahr mit der Mitteldistanz (2,2 – 90 – 20) beim Berlin Man Triathlon am 02.09.2018. Mein Ziel. Meine Vision für 2018. Kraftvolle Bilder. Und Menschen, die mich begleiten. Den Blick auf mich haben Meine Selbstüberschätzung korrigieren. Mehr zu sein, als ich allein vermag. In Gemeinschaft.

Alles ist möglich. Wenn ich es mir nur vorstellen kann.

Deine

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