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Warum gelungene Führung bei mir selbst anfängt …

Einfach mal anders machen, denn alles Bedeutsame, was ich in meinem Leben gelernt habe, ist aus der Begegnung mit anderen Menschen erwachsen. Aus den Begegnungen, die mir unter die Haut gegangen sind.

Wir haben nämlich keine genetischen Programme, die uns die Nervenzellen so verstöpseln, dass wir automatisch wüssten, wie wir zu handeln haben. Wir müssen alles selber heraus finden. Und das Wissen darum reicht auch nicht.

Früher bin ich fast nur äußeren Idealen nachgerannt. Und diese Abhängigkeit von äußeren Dingen führte MICH.

Und der Meinung anderer Menschen gerecht zu werden, bedeutete doch auch nichts anderes, als mich von ihnen führen zu lassen. Und damit keine Verantwortung für mein eigenes Denken und Tun zu übernehmen.

In den letzten Jahren wurde mir mehr und mehr bewusst, auch und vor allem durch intensives Erleben (da halfen keine Bücher) im Austausch mit sehr bedeutungsvollen Menschen, dass ich meinen eigenen Wert immer weniger durch äußere Macht und materielle Dinge wahrnehmen konnte.

Langsam hatte ich eine Ahnung davon, wie es sich anfühlen kann, loszulassen. Loslassen von Äußerem.

Dazu gehörte für mich auch das Rütteln an Altem – das Loslassen von Macht ausüben wollen und müssen.

Ich bin also nicht die Gefangene meiner bisherigen Gedanken und meines bisherigen Lebens. Es war und ist möglich mein Denken und Fühlen in eine andere Richtung zu führen.

Durch dieses Erkennen ist ein klares Bild entstanden:

Es geht immer zuerst um mich. Mir meiner selbst bewusst zu werden. Mich selbst in meinem Leben anzunehmen und mein Leben zu lieben.

Also beginnt alles immer bei mir?!

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Wenn ich in meinem Umfeld mit Menschen gelungene Begegnungen möchte, dann bin ich also gut beraten, bei mir selbst anzufangen?!

Diese Begegnungen dürfen nicht von Angst geprägt sein. Und Leistung ist nicht dadurch zu erreichen, dass man Leute peitscht. Zu Fließbandzeiten mag das noch gut funktioniert haben.

Viele Menschen und Führungskräfte brauchen Machtpositionen über andere. Sie müssen sich selbst, auf Grund ihrer eigenen Bedeutungslosigkeit, durch die Benutzung von Menschen stärken.

So bedeutet gelingende Führung auch Loslassen zu können. Von Machtansprüchen und Privilegien. Von Kontrolle. Mein eigenes Ego zurückzunehmen.

Loslassen von der Anmaßung, zu wissen, was für andere Menschen das Richtige ist. Und wie wir sie durch die Brille unserer eigenen Welt zu sehen wünschen.

Das erlebe ich auch in privaten Begegnungen. Leider oder auch Gottseidank. Zeigen sie mir doch heute, das ich meine persönlichen Bedürfnisse erkenne, um gut für mich zu sorgen.

Es geht nicht um richtig oder falsch, sondern einander mit Respekt zu begegnen, gemeinsam zu wachsen und Sinnhaftigkeit zu erleben. Und um das rechte Maß zwischen der Freiheit des Einzelnen und sinnvollen Zielen.

Es geht um das Gefühl: Auf mich kommt es an, mir wird etwas zugetraut. Und dafür übernehme ich dann auch die Verantwortung.

Und langsam habe ich eine Idee, aus welchem Grund ich hier bin. Die Möglichkeit zu haben, Menschen vielleicht ein wenig fröhlicher und zufriedener zu machen. Zum gelingenden Leben beizutragen.

Ich möchte nicht durch den fahrlässigen Umgang mit mir selbst, Menschen zur Last werden oder gar zur Bedrohung.

Das bedeutet, mich selbst zu führen.

Es ist mein kleiner Beitrag, den ich leisten kann, in einer guten Gemeinschaft zu leben. Den Rahmen zu schaffen, dass die Menschen in meinem Umfeld mit mir ein bisschen fröhlicher und beflügelter sein können. Und ich durch sie.

Nur mein Name hat sich in den letzten Jahren nicht verändert. 😉

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Selbstsucht bedeutet nicht, zu leben wie man es wünscht, sondern von anderen verlangen, dass sie leben, wie man es erwartet.
– Oscar Wilde

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